Drei Neuigkeiten von den corratec VIP Days 2026, die für unsere Kunden besonders spannend werden.
- Grafikstudio Zwölf
- 12. Aug.
- 3 Min. Lesezeit

Die corratec VIP Days sind für mich jedes Jahr eine gute Gelegenheit, nicht nur neue Modelle zu sehen, sondern vor allem zu verstehen, wohin sich der Fahrrad- und E-Bike-Markt entwickelt. Dieses Jahr sind mir drei Themen besonders im Kopf geblieben, weil sie aus meiner Sicht für unsere Kunden bei Biketool in den kommenden Monaten wirklich interessant werden.
Es geht um einen neuen starken Mitspieler bei den E-Bike-Antrieben, einen völlig neuen Ansatz von Bosch für leichtere urbane E-Bikes – und um eine spannende Entwicklung bei hochwertigen Kinderrädern.
1. Avinox: Ein neuer Motor, den man im Auge behalten sollte
Das erste Thema, das mich bei den VIP Days besonders beschäftigt hat, ist Avinox.
Mit dem neuen Avinox M2S kommt ein Antrieb auf den Markt, der technisch wirklich aufhorchen lässt. Das System ist als Mittelmotor ausgelegt und verbindet eine kompakte Bauweise mit sehr hoher Leistung. Im regulären Betrieb sind beim M2S bis zu 130 Nm möglich, im Boost-Modus kurzzeitig sogar bis zu 150 Nm.
Das allein ist aber gar nicht der Punkt, der für mich am spannendsten ist. Entscheidend ist das Verhältnis aus Gewicht, Größe, Leistung und Fahrgefühl. Avinox zeigt, dass sehr leistungsfähige E-Bike-Systeme nicht automatisch groß und schwer sein müssen.
Dazu kommen moderne Funktionen wie unterschiedliche Unterstützungsmodi, eine automatische Anpassung der Unterstützung sowie individuelle Einstellungen über die Avinox-App.

Für uns bei Biketool ist das deshalb interessant, weil Bewegung in den Markt kommt. Bosch ist seit vielen Jahren eine feste Größe und wird es auch bleiben. Gleichzeitig sorgen neue Anbieter wie Avinox dafür, dass sich bei Gewicht, Leistung, Integration und Bedienung noch einmal einiges entwickelt.
Mein Eindruck nach den VIP Days: Avinox ist definitiv ein Antrieb, den wir uns sehr genau anschauen werden.
2. Bosch Hub Line: E-Bikes werden leichter und unauffälliger
Das zweite große Thema kommt ausgerechnet von Bosch – allerdings mit einem völlig neuen Ansatz.
Mit der Hub Line bringt Bosch erstmals einen eigenen Nabenmotor für das Smart System. Der Motor sitzt dabei direkt in der Hinterradnabe und ist speziell für leichte, schlanke und urbane E-Bikes entwickelt worden. Bosch spricht selbst von einem minimalistischen und leichten Antrieb für moderne City- und Urban-Bikes.
Der Motor liefert bis zu 45 Nm Drehmoment und wird mit Komponenten wie dem neuen PowerTube 360 kombiniert. Dieser Akku wiegt laut Bosch nur rund 2,1 Kilogramm und kann sehr unauffällig im Rahmen integriert werden.
Und genau das finde ich spannend.
Nicht jeder Kunde braucht ein E-Bike mit riesigem Akku, maximalem Drehmoment und entsprechend hohem Gesamtgewicht. Viele möchten einfach ein leichtes, schönes Fahrrad für Alltag, Stadt, Arbeitsweg oder kleinere Touren – aber eben mit elektrischer Unterstützung.

Mit der Hub Line wird genau diese Kategorie interessanter.
Die E-Bikes können dadurch optisch wieder näher an ein klassisches Fahrrad heranrücken und gleichzeitig die Vorteile des Bosch Smart Systems nutzen.
Auch beim Preis könnte dieser Ansatz künftig interessante Möglichkeiten schaffen. Entscheidend wird aber sein, wie die Hersteller das System in ihre Modelle integrieren und welche Komplettpakete daraus entstehen.
Für mich ist die Hub Line ein wichtiges Signal: Das E-Bike der Zukunft muss nicht immer stärker und schwerer werden. Es kann auch leichter, reduzierter und alltagstauglicher werden.
3. Kinderfahrräder: Warum sich der Blick in den Fachhandel lohnt
Ein Thema, das mir bei den VIP Days ebenfalls besonders hängen geblieben ist, betrifft Kinderfahrräder.
Viele Eltern kennen woom und vergleichen bei der Suche nach einem leichten Kinderrad zunächst die Preise im Internet. Was viele dabei nicht wissen: corratec beziehungsweise IKO produziert inzwischen auch woom-Fahrräder für den europäischen Markt. Die Zusammenarbeit läuft seit 2026 am Produktionsstandort in Timișoara.
Für uns im Fachhandel ist dabei aber vor allem eines interessant: Es lohnt sich, nicht nur auf den Markennamen und den Onlinepreis zu schauen.
Aus unserer Erfahrung und den Informationen, die wir bei den corratec VIP Days mitgenommen haben, gibt es im corratec-Programm vergleichbare Kinderfahrräder, die im Fachhandel teilweise hochwertiger ausgestattet sind und preislich trotzdem auf einem ähnlichen Niveau liegen – teilweise sogar günstiger.
Und genau das wissen viele Kunden schlicht nicht.

Online sieht man zunächst den bekannten Namen und einen Preis. Im Fachhandel können wir dagegen das komplette Rad vergleichen: Schaltung, Bremsen, Bereifung, Gewicht, Ergonomie und natürlich die richtige Größe für das Kind.
Gerade bei Kinderfahrrädern finde ich das besonders wichtig. Ein Rad muss leicht sein, gut passen und sich für kleine Hände und Körpergrößen vernünftig bedienen lassen. woom selbst legt großen Wert auf leichte Rahmen und kindgerechte Komponenten. Aber ein bekannter Markenname bedeutet eben nicht automatisch, dass das konkrete Angebot im Internet für jedes Kind das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bietet.
Mein Tipp deshalb ganz klar: Bevor ihr ein Kinderrad online bestellt, kommt kurz bei uns vorbei und vergleicht. Oft können wir euch im Fachhandel ein mindestens ebenso interessantes – und je nach Modell sogar besser ausgestattetes – Rad zu einem sehr vergleichbaren Preis anbieten.
Und natürlich bekommt ihr bei uns noch die persönliche Größenberatung, die richtige Einstellung des Rades und einen Ansprechpartner vor Ort dazu.
Euer Michael Wissler
Inh. Biketool




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